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Problemlösung

Motorradhelm drückt an Stirn oder Wangen: Ursachen und Lösungen

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Ein Helm soll fest sitzen, aber nicht wehtun. Genau diese Grenze ist für viele schwer einzuschätzen, vor allem beim ersten eigenen Helm. Diese Seite hilft Ihnen, die drei häufigsten Ursachen auseinanderzuhalten: Einlaufzeit der Polster, falsche Kopfform und falsche Größe. Dazu kommen konkrete Schritte, wie Sie nachbessern können, etwa mit anderen Wangenpolstern, und Hinweise, wann ein Umtausch die bessere Wahl ist.

Normaler Druck oder echtes Problem?

Ein neuer Helm fühlt sich an den Wangen meist eng an. Das ist gewollt: Die Wangenpolster sollen den Helm stabil halten, damit er sich bei Tempo und beim Schulterblick nicht verschiebt. Die Polster geben in den ersten Fahrstunden etwas nach und passen sich an. Leichter, gleichmäßiger Druck an den Wangen ist deshalb kein Grund zur Sorge.

Anders sieht es aus, wenn der Druck punktuell ist, etwa an einer Stelle der Stirn oder an den Schläfen. Polster an der Stirn sind dünn, dort liegt fast direkt die EPS-Innenschale an. Diese gibt nicht nach. Ein Druckpunkt dort verschwindet deshalb meist nicht durch Einfahren.

Kopfform: rund, mittel, oval

Helme werden für bestimmte Kopfformen gebaut. Die meisten Modelle in Europa sind für eine mittlere ovale Form ausgelegt. Ist Ihr Kopf von oben betrachtet eher rund, also breiter an den Seiten, drückt ein schmaler Helm an den Schläfen. Ist er eher lang oval, drückt ein runder Helm vorn an der Stirn und hinten am Hinterkopf, während an den Seiten Luft bleibt.

Eine größere Helmgröße löst dieses Problem nicht. Der Helm sitzt dann zwar an der Druckstelle bequemer, ist aber an anderen Stellen zu locker. Bei echtem Formproblem hilft nur ein Modell, dessen Innenform besser zu Ihrem Kopf passt. Manche Hersteller geben an, für welche Kopfform ein Helm gedacht ist; im Zweifel bringt nur die Anprobe Gewissheit.

Hinweis:Ein Helm, der an einer Stelle drückt und an einer anderen locker sitzt, hat die falsche Form, nicht die falsche Größe.

Größe prüfen und richtig messen

Bevor Sie an Polstern arbeiten, sollten Sie sicher sein, dass die Größe stimmt. Messen Sie Ihren Kopfumfang mit einem flexiblen Maßband etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und über die breiteste Stelle am Hinterkopf. Vergleichen Sie den Wert mit der Größentabelle des Herstellers, denn die Tabellen unterscheiden sich zwischen den Marken oft um etwa einen Zentimeter.

Schnell zur passenden Größe kommen Sie mit unserer Größentabelle. Ausführlich beschreibt das Vorgehen Motorradhelm-Größe ermitteln.

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    Kopfumfang messen und mit der Herstellertabelle vergleichen.

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    Helm aufsetzen, Kinnriemen schließen und zehn bis fünfzehn Minuten tragen.

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    Auf Druckpunkte und Kopfschmerz achten.

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    Helm an Kinnteil und Hinterkopf greifen und drehen: Die Haut sollte sich mitbewegen.

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    Bei Druck nur an den Wangen: einfahren. Bei Druck an der Stirn: anderes Modell testen.

Gezielt nachbessern

Bei vielen Helmen bieten die Hersteller Wangenpolster und teilweise auch Kopfpolster in verschiedenen Stärken an. Sitzt der Helm an der Stirn gut, drückt aber an Kinn und Wangen dauerhaft, sind dünnere Wangenpolster eine saubere Lösung. Umgekehrt helfen dickere Polster, wenn der Helm nach dem Einfahren zu locker wird. Welche Stärken es für Ihr Modell gibt, steht beim Hersteller oder Fachhändler.

Vermeiden Sie es, Polster selbst zu kürzen oder EPS-Material auszuschneiden. Die Innenschale ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil, jede Veränderung kann die Schutzwirkung beeinträchtigen. Auch Polster anderer Modelle gehören nicht in Ihren Helm. Mehr zu sinnvollen Anpassungen lesen Sie unter Motorradhelm anpassen.

  • Wangenpolster in anderer Stärke beim Hersteller anfragen
  • Kopfpolster tauschen, wenn angeboten
  • keine Veränderungen an der EPS-Schale
  • keine Polster fremder Modelle verwenden

Brille und Frisur nicht vergessen

Drückt es an den Schläfen oder hinter den Ohren, ist oft die Brille die Ursache. Die Bügel werden zwischen Kopf und Polster eingeklemmt. Helme mit Aussparungen für Brillenbügel lösen das Problem häufig. Passende Modelle stellt der Ratgeber Motorradhelme für Brillenträger vor.

Auch ein Zopf, eine dicke Sturmhaube oder ein Kommunikationssystem mit Lautsprechern können Druck verursachen. Probieren Sie den Helm deshalb so an, wie Sie später fahren. Wer zwischen zwei Größen liegt oder einen kleinen Kopf hat, findet im Ratgeber Motorradhelme für Damen und kleine Köpfe Modelle mit kleinen Schalengrößen.

Helme mit Brillenaussparung ansehen →

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis ein neuer Helm eingefahren ist? Das hängt vom Polstermaterial ab. Viele Fahrer spüren nach einigen Fahrstunden eine Veränderung an den Wangen. Druck an der Stirn verschwindet durch Einfahren dagegen meist nicht.

Soll ich bei Druck eine Größe größer nehmen? Nur wenn der Helm überall zu eng ist. Drückt er nur an einer Stelle, ist meist die Form falsch, und der größere Helm wäre an anderen Stellen zu locker.

Sind Kopfschmerzen nach einer Stunde normal? Nein. Sie zeigen, dass der Helm zu klein ist oder nicht zur Kopfform passt. Fahren Sie so nicht weiter und lassen Sie die Passform prüfen.

Kann ich einen getragenen Helm umtauschen? Das regeln Händler unterschiedlich. Probieren Sie den Helm deshalb zuerst zu Hause ausgiebig und ohne Etiketten zu entfernen.

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