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Anleitung

Pinlock-Scheibe einsetzen und richtig spannen

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Eine Pinlock-Scheibe ist die verbreitetste Lösung gegen ein beschlagenes Visier. Sie funktioniert aber nur, wenn sie richtig eingesetzt und gespannt ist. Diese Anleitung zeigt, wie das Pinlock-System aufgebaut ist, wie Sie die Scheibe Schritt für Schritt einsetzen, wie Sie die Exzenter-Pins einstellen und woran Sie einen korrekten Sitz erkennen. Sie richtet sich an alle, die eine neue Scheibe einsetzen, eine verrutschte Scheibe neu spannen oder einen Helm mit Pinlock-fähigem Visier nachrüsten, etwa bei Shoei, Schuberth, AGV, Arai oder Klapphelmen anderer Marken.

So funktioniert das Pinlock-System

Ein Pinlock-fähiges Visier hat innen links und rechts je einen kleinen Stift, den Exzenter-Pin. Zwischen diese Pins wird die Pinlock-Scheibe gespannt. Am Rand der Scheibe sitzt eine Silikon-Dichtlippe, die auf dem Visier aufliegt. Dadurch entsteht zwischen Visier und Scheibe ein abgeschlossenes Luftpolster, ähnlich wie bei einem Doppelglasfenster.

Die Scheibe selbst besteht aus einem Material, das Feuchtigkeit aufnehmen kann. Zusammen mit dem isolierenden Luftpolster verhindert das, dass sich Kondenswasser auf der Innenseite niederschlägt. Ist die Dichtlippe nicht rundum geschlossen, gelangt feuchte Luft in den Zwischenraum, und es bilden sich Beschlag oder Tropfen hinter der Scheibe.

Passt eine Pinlock-Scheibe zu Ihrem Visier?

Nicht jedes Visier ist Pinlock-fähig. Sie erkennen es an den beiden Pins auf der Innenseite. Pinlock-Scheiben gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen, die zum jeweiligen Visiermodell passen müssen. Kaufen Sie deshalb immer die Scheibe, die der Helmhersteller für Ihre Visier-Typbezeichnung angibt.

Manche Helme werden mit Scheibe geliefert, andere nur Pinlock-fähig. Laut Listing liegt beim AGV AX9 Carbon ein Pinlock 70 Max Vision bei, beim Arai Tour-X5 wird ein Pinlock der Serie 120 XLT genannt. Beim Shoei Hornet ADV ist das Visier Pinlock-fähig, die Scheibe aber nicht im Lieferumfang. Weitere Modelle mit Pinlock finden Sie in Die besten Integralhelme.

Pinlock-Scheibe einsetzen: Schritt für Schritt

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    Visier vom Helm abnehmen und mit der Außenseite nach unten auf ein weiches Tuch legen.

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    Visier innen mit Wasser reinigen und vollständig trocknen lassen, siehe Visier-Reinigung.

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    Schutzfolie von der Pinlock-Scheibe abziehen, falls vorhanden. Die Scheibe nur am Rand anfassen.

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    Beide Exzenter-Pins so drehen, dass die Markierung zur Visiermitte zeigt. Das ist meist die Stellung mit der geringsten Spannung.

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    Das Visier vorsichtig etwas stärker biegen, sodass die Pins näher zusammenkommen.

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    Die Scheibe mit der Silikonlippe zum Visier zuerst auf einer Seite in die Kerbe am Pin einhängen, dann auf der anderen Seite.

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    Das Visier langsam zurückfedern lassen. Die Scheibe ist jetzt zwischen den Pins gespannt.

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    Die Dichtlippe rundum kontrollieren.

Hinweis:Biegen Sie das Visier nur so weit, wie es nötig ist, und gehen Sie bei Kälte besonders behutsam vor. Ein kaltes Visier ist spröder. Berühren Sie die Innenfläche der Pinlock-Scheibe möglichst nicht.

Die Exzenter-Pins richtig einstellen

Die Pins sind exzentrisch gelagert. Wenn Sie sie drehen, ändert sich der Abstand zwischen ihnen und damit die Spannung der Scheibe. Zeigt die Markierung nach außen, ist die Spannung meist höher. Die genaue Kennzeichnung unterscheidet sich je nach Hersteller, folgen Sie den Hinweisen in der Bedienungsanleitung.

Ziel ist eine Spannung, bei der die Silikonlippe rundum gleichmäßig auf dem Visier aufliegt. Ist die Spannung zu gering, entstehen Lücken, besonders an den Ecken. Ist sie zu hoch, kann sich die Scheibe verziehen oder Wellen werfen. Drehen Sie die Pins deshalb in kleinen Schritten und auf beiden Seiten gleichmäßig.

Sitz prüfen und Visier wieder montieren

Halten Sie das Visier gegen das Licht und sehen Sie entlang der Dichtlippe. Sie sollte als durchgehender Rand auf dem Visier aufliegen, ohne helle Lücken. Drücken Sie nicht auf die Scheibe, um Lücken zu schließen, sondern korrigieren Sie die Spannung über die Pins.

Montieren Sie das Visier anschließend wieder am Helm, wie in Visier am Motorradhelm wechseln beschrieben. Prüfen Sie, ob es sich leichtgängig öffnen und schließen lässt und ob die Scheibe nicht an der Helmdichtung oder an einer Sonnenblende schleift. Bei Helmen mit integrierter Sonnenblende ist der Platz knapp, achten Sie deshalb besonders darauf.

Pflege und Lebensdauer der Scheibe

Reinigen Sie die Pinlock-Scheibe nur mit lauwarmem Wasser und tupfen Sie sie mit einem weichen Mikrofasertuch trocken. Reiniger und Reiben schaden der Oberfläche. Mehr dazu in Motorradhelm-Visier reinigen.

Ist die Scheibe zerkratzt, eingetrübt oder sitzt die Dichtlippe trotz korrekter Spannung nicht mehr dicht, ersetzen Sie sie. Beschlägt das Visier trotz korrekt sitzender Scheibe, finden Sie weitere Ursachen in Motorradhelm-Visier beschlägt. Klapphelme mit Pinlock-fähigem Visier stellt Die besten Klapphelme vor.

Häufige Fragen

Welche Seite der Pinlock-Scheibe zeigt zum Visier? Die Seite mit der Silikon-Dichtlippe liegt am Visier an. Die glatte Seite zeigt zu Ihrem Gesicht.

Passt jede Pinlock-Scheibe in jedes Visier? Nein. Die Scheibe muss zum Visiermodell passen. Kaufen Sie die Ausführung, die der Helmhersteller für Ihr Visier angibt.

Was tun, wenn sich Wasser hinter der Scheibe sammelt? Scheibe ausbauen, beides trocknen lassen und die Scheibe neu einsetzen. Danach die Spannung über die Pins erhöhen, bis die Lippe rundum anliegt.

Kann ich einen Klapphelm mit Pinlock nachrüsten? Wenn das Visier Pins hat, ja. Fehlen die Pins, ist das Visier nicht für Pinlock vorgesehen. Dann hilft eventuell ein Pinlock-fähiges Ersatzvisier vom Hersteller.

Was Sie dafür brauchen