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Anleitung

Motorradhelm richtig aufsetzen und verschließen

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Ein Helm kann nur gut sitzen, wenn er richtig aufgesetzt und verschlossen ist. Diese Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie Sie einen Motorradhelm aufsetzen, wie Sie einen Doppel-D-Verschluss und einen Ratschenverschluss richtig schließen, wie Sie den Kinnriemen einstellen und wie Sie den Sitz in wenigen Sekunden prüfen. Sie richtet sich an Einsteiger, aber auch an erfahrene Fahrer, die von einem Verschlusstyp auf einen anderen wechseln. Details zu Ihrem Modell finden Sie in der Bedienungsanleitung des Herstellers.

Helm aufsetzen in fünf Schritten

Brillenträger setzen die Brille meist erst nach dem Helm auf und führen die Bügel durch die Aussparungen im Polster. Helme mit Brillenkanal erleichtern das, siehe Motorradhelme für Brillenträger.

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    Visier öffnen, bei Klapphelmen das Kinnteil öffnen.

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    Beide Kinnriemen mit den Händen nach außen ziehen, um die Öffnung zu weiten.

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    Den Helm von vorn über den Kopf schieben, zuerst mit der Stirn, dann nach hinten abrollen.

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    Den Helm ausrichten: Die Oberkante des Sichtausschnitts sitzt knapp über den Augenbrauen, die Augen liegen mittig.

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    Bei Klapphelmen das Kinnteil schließen, bis es hörbar einrastet, dann den Verschluss schließen.

Doppel-D-Verschluss richtig schließen

Der Doppel-D-Verschluss besteht aus zwei D-förmigen Metallringen an einem Riemen und einem freien Riemenende am anderen. Er ist bei Sport- und Rennhelmen verbreitet, findet sich aber auch an Retro-Helmen. Laut Listing haben zum Beispiel der Shoei Glamster und der Shoei J.O einen Doppel-D-Ring, der AGV K1 S ebenfalls.

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    Das freie Riemenende von unten durch beide D-Ringe führen.

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    Das Ende über den ersten Ring zurückführen und nur durch den zweiten, oberen Ring wieder hindurchziehen.

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    Am freien Ende ziehen, bis der Riemen fest unter dem Kinn anliegt.

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    Das überstehende Ende mit dem Druckknopf oder der Magnetlasche sichern, damit es nicht flattert.

Hinweis:Der Druckknopf am Riemenende sichert nur das lose Ende. Er ersetzt nicht das korrekte Einfädeln durch die Ringe. Ein nur mit dem Druckknopf geschlossener Doppel-D-Verschluss hält nicht.

Ratschenverschluss richtig schließen und einstellen

Beim Ratschenverschluss steckt eine gezahnte Zunge in einem Schloss. Er ist bei Touren-, Klapp- und Jethelmen verbreitet, laut Listing zum Beispiel beim Schuberth C5, S3, E2 und J2. Der Vorteil: Sie schließen und öffnen ihn schnell, auch mit Handschuhen.

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    Die Zunge in das Schloss stecken und hineindrücken, bis sie mehrere Rasten einrückt.

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    So weit nachdrücken, bis der Riemen fest anliegt, ohne zu würgen.

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    Zum Öffnen die Lasche am Schloss ziehen.

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    Passt die Länge nicht, die Grundlänge der Zunge über die Einstellschnalle am Riemen anpassen, so wie es die Bedienungsanleitung beschreibt.

Die richtige Riemenspannung

Der Kinnriemen sitzt richtig, wenn zwischen Riemen und Kinn etwa ein Finger Platz hat. Er soll unter dem Kinn liegen, nicht auf dem Kehlkopf. Wenn Sie den Mund weit öffnen, sollten Sie spüren, wie der Helm nach unten gezogen wird.

Ein zu lockerer Riemen ist ein häufiger Fehler. Der Helm kann dann bei einem Sturz vom Kopf rutschen. Ein zu fester Riemen drückt und lenkt ab. Einige Hersteller verbessern den Halt mit zusätzlichen Systemen, Schuberth nennt beim C5 und S3 Thunder zum Beispiel ein Anti-Roll-Off-System.

Sitzprobe in 30 Sekunden

Rollt der Helm trotz korrekt geschlossenem Riemen, ist er vermutlich zu groß. Dann hilft nur eine kleinere Größe. Wie Sie diese bestimmen, steht in Motorradhelm-Größe ermitteln, ein schneller Abgleich gelingt mit der Größentabelle. Bei kleineren Abweichungen hilft manchmal ein Polstertausch, siehe Motorradhelm anpassen.

  • Kopf schütteln: Der Helm bewegt sich mit, ohne zu wackeln.
  • Helm hinten greifen und kräftig nach vorn ziehen: Er darf nicht über die Stirn rollen.
  • Helm vorn am Kinnteil greifen und nach oben ziehen: Er darf sich nicht nach hinten abstreifen lassen.
  • Visier schließen: Es liegt gleichmäßig an, Sie haben freie Sicht nach vorn und zur Seite.
  • Bei Klapphelmen am Kinnteil ziehen: Es bleibt verriegelt.

Helm richtig abnehmen

Öffnen Sie zuerst den Verschluss, bei Klapphelmen dann das Kinnteil. Ziehen Sie die Kinnriemen nach außen und heben Sie den Helm nach oben und hinten ab. Legen Sie den Helm nicht auf Spiegel oder Sitzbank, wo er herunterfallen kann. Fällt ein Helm aus größerer Höhe auf harten Boden, lassen Sie ihn prüfen, siehe Motorradhelm nach Sturz.

Welche Verschlüsse in welchen Helmen verbaut sind, sehen Sie in unseren Ratgebern, zum Beispiel unter Die besten Integralhelme und Die besten Klapphelme.

Häufige Fragen

Welcher Verschluss ist besser, Doppel-D oder Ratsche? Beide sind zugelassen, wenn der Helm eine gültige ECE-Prüfung hat. Doppel-D lässt sich sehr fein einstellen, die Ratsche ist schneller und bequemer im Alltag.

Wie fest muss der Kinnriemen sitzen? Etwa ein Finger soll zwischen Riemen und Kinn passen. Der Helm darf mit geschlossenem Riemen nicht vom Kopf rollen.

Darf ich mit offenem Klapphelm fahren? Nur wenn das Etikett P/J ausweist. Mehr dazu in Klapphelm: P/J erklärt.

Was tun, wenn die Ratsche nicht mehr hält? Nicht weiterfahren. Lassen Sie den Verschluss vom Fachhandel oder Hersteller prüfen und gegebenenfalls ersetzen.

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