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Vergleich

Shoei NXR 2 vs GT-Air 3: Sport oder Touring?

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Bei Shoei stehen zwei Integralhelme oft gemeinsam auf der Liste: der NXR 2 und der GT-Air 3. Beide gehören zur gehobenen Klasse, beide sind nach ECE 22.06 zugelassen, und beide sind auf der Straße zu Hause. Trotzdem verfolgen sie unterschiedliche Konzepte. Diese Seite erklärt die Unterschiede bei Bauart, Sonnenblende, Belüftung und Kommunikation. Konkrete Werte wie Gewicht oder Schalengrößen hängen von Größe und Ausführung ab. Wir nennen hier die allgemein bekannten Eckpunkte und verweisen für Details auf die Angaben von Shoei.

Zwei Konzepte aus einem Haus

Der NXR 2 ist bei Shoei der Allround-Integralhelm mit sportlichem Einschlag. Er ist kompakt gebaut, hat ein großes Visierfeld und verzichtet auf eine innenliegende Sonnenblende. Das spart Bauraum und hält die Schale schlank. In anderen Märkten heißt das Modell RF-1400.

Der GT-Air 3 ist der Tourenhelm. Er hat eine innenliegende Sonnenblende, die Sie mit einem Schieber ausfahren, und ist für ein passgenaues Kommunikationssystem vorbereitet. Die Konstruktion ist auf lange Fahrten mit wechselnden Lichtverhältnissen ausgelegt.

Die Unterschiede im Überblick

Für die genaue Ausstattung Ihrer Variante lohnt der Blick auf die Produktseite von Shoei. Eine Übersicht weiterer Shoei-Modelle gibt Shoei Helme im Vergleich.

Sonnenblende oder getöntes Visier

Die Sonnenblende ist der wichtigste praktische Unterschied. Beim GT-Air 3 fahren Sie die Blende bei tiefstehender Sonne aus und bei Tunnel oder Dämmerung wieder ein. Beim NXR 2 brauchen Sie bei starker Sonne eine Sonnenbrille oder ein getöntes Wechselvisier. Ein getöntes Visier ist allerdings bei Dunkelheit nicht geeignet und muss rechtzeitig getauscht werden.

Welche Visiere erlaubt sind und was Tönungen bedeuten, erklärt Visiere: klar, getönt, verspiegelt. Weitere Helme mit eingebauter Blende finden Sie unter Integralhelme mit Sonnenblende.

Hinweis:Ein dunkles Visier ist für Fahrten bei Nacht und Dämmerung nicht geeignet. Beachten Sie die Kennzeichnung am Visier und tauschen Sie es bei schlechter Sicht rechtzeitig.

Kommunikation und Zubehör

Der GT-Air 3 ist für ein Kommunikationssystem vorbereitet, das Shoei passend zu seinen Helmen anbietet. Das Gerät sitzt dann integriert in der Schale, ohne außen aufgeklebte Halterung. Beim NXR 2 greifen Sie in der Regel zu einem universellen System von Sena, Cardo oder anderen Herstellern, das außen an der Schale befestigt wird.

Beide Wege funktionieren. Ein integriertes System sieht aufgeräumter aus und bietet meist weniger Windangriffsfläche. Ein universelles Gerät lässt sich dagegen beim Helmwechsel weiterverwenden. Einen Marktüberblick gibt Motorrad-Kommunikationssysteme, den Einbau beschreibt Kommunikationssystem in den Helm einbauen.

Passform und Größe

Shoei baut beide Modelle für eine mittelovale Kopfform, wie sie bei vielen Fahrern in Europa verbreitet ist. Dennoch kann ein Helm bei Ihnen anders sitzen als beim Nachbarn. Probieren Sie, wenn möglich, beide Modelle in Ihrer Größe auf und tragen Sie jeden Helm einige Minuten.

Achten Sie dabei auf Druckstellen an der Stirn und gleichmäßigen Kontakt an den Wangen. Wie Sie Ihre Größe ermitteln, erklärt Motorradhelm-Größe ermitteln. Zur Kopfform lohnt ein Blick in Kopfform und Helm. Polster lassen sich bei Shoei häufig austauschen, siehe Motorradhelm anpassen.

Für wen welcher Helm?

  • NXR 2: für sportliche Landstraßenfahrer, die einen kompakten Helm mit großem Sichtfeld möchten
  • NXR 2: für alle, die mit Sonnenbrille oder Wechselvisier gut zurechtkommen
  • GT-Air 3: für Tourenfahrer, die häufig zwischen Sonne und Schatten wechseln
  • GT-Air 3: für alle, die ein integriertes Kommunikationssystem bevorzugen

Belüftung und Geräusche auf langen Strecken

Ein Tourenhelm wie der GT-Air 3 ist darauf ausgelegt, über viele Stunden angenehm zu bleiben. Dazu gehören eine gut regelbare Belüftung, eine dichte Visierabdichtung und Polster, die auch nach Stunden nicht drücken. Der NXR 2 ist ebenfalls straßentauglich, ist aber stärker auf kompakte Bauweise und Stabilität bei höherem Tempo ausgerichtet.

Wie leise oder luftig ein Helm wirkt, hängt aber stark von Ihrem Motorrad ab. Auf einem Naked Bike trifft der Wind den Helm direkt, hinter einer großen Tourenscheibe entstehen oft Verwirbelungen am Helmrand. Deshalb fällt das Urteil zum selben Helm bei verschiedenen Fahrern sehr unterschiedlich aus. Probieren Sie, wenn möglich, eine Probefahrt mit Ihrem eigenen Motorrad oder fragen Sie im Fachhandel nach.

Mehr zur Lüftung erklärt Belüftung am Motorradhelm. Helme, die Hersteller als besonders leise bewerben, sammelt Leise Motorradhelme für lange Touren.

Gewicht und Schalengrößen

Shoei fertigt beide Modelle in mehreren Schalengrößen. Dadurch fällt der Helm in kleinen Größen auch außen kleiner aus, was Gewicht und Hebelwirkung reduziert. Der GT-Air 3 trägt wegen der Sonnenblende und der Kommunikationsvorbereitung etwas mehr Technik in der Schale, der NXR 2 ist kompakter gebaut.

Vergleichen Sie für eine belastbare Aussage die Gewichtsangaben von Shoei für Ihre Größe. Warum mehrere Schalengrößen sinnvoll sind, erklärt Schalengrößen beim Motorradhelm.

Häufige Fragen

Ist der NXR 2 lauter als der GT-Air 3? Die Lautstärke hängt stark von Motorrad, Windschild und Sitzposition ab. Herstellerangaben dazu sind nur bedingt vergleichbar. Tipps gegen Windgeräusche gibt Windgeräusche am Helm reduzieren.

Kann ich am NXR 2 eine Sonnenblende nachrüsten? Nein, eine innenliegende Sonnenblende lässt sich nicht nachrüsten. Als Alternative dienen getönte Wechselvisiere oder eine Sonnenbrille.

Passen die Visiere beider Helme untereinander? Shoei verwendet je nach Modell unterschiedliche Visiertypen. Prüfen Sie die Visierbezeichnung im Handbuch, bevor Sie Ersatz bestellen.

Welcher Helm ist für Brillenträger besser? Das hängt von Ihrer Brille und der Polsterung ab. Hinweise dazu bietet Motorradhelme für Brillenträger.

Was Sie dafür brauchen