Ratgeber
Welcher Motorradhelm passt zu mir? Bauform, Größe, Ausstattung
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Kurz gesagt
Der passende Motorradhelm ergibt sich aus drei Fragen: Wie und wo fahren Sie, welche Größe und Kopfform haben Sie, und welche Ausstattung brauchen Sie wirklich? Für Landstraße und Touren passt meist ein Integral- oder Klapphelm, für Stadt und Roller ein Jethelm, für Reiseenduros ein Adventure-Helm. Entscheidend ist am Ende, dass der Helm nach ECE 22.06 geprüft ist und fest, aber ohne Druck sitzt.
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Die Auswahl an Motorradhelmen ist riesig, und viele Ranglisten helfen wenig, weil der beste Helm für den einen nicht zum Kopf des anderen passt. Statt nach dem einen Spitzenreiter zu suchen, lohnt es sich, die eigenen Anforderungen zu klären. Diese Seite führt Sie in fünf Schritten durch die Entscheidung: Fahrstil und Bauform, Größe und Kopfform, Brille, Kommunikation und Ausstattung. Am Ende wissen Sie, welche Ratgeber und Modelle für Sie in Frage kommen.
Schritt 1: Fahrstil und Bauform
Die Unterschiede der Bauformen erklärt Motorradhelm-Arten. Die Ratgeber finden Sie unter Die besten Integralhelme, Die besten Klapphelme, Jethelme für Motorrad und Roller und Adventure-Helme.
- IntegralhelmP
- KlapphelmP/J
- JethelmJ
- AdventureP
- CrossP
| Sie fahren vor allem | Passende Bauform | Ratgeber |
|---|---|---|
| Landstraße, sportlich | Integralhelm | Die besten Integralhelme |
| Touren, Pendeln, mit Brille | Klapphelm mit P/J oder Tourenintegral | Die besten Klapphelme |
| Stadt, Roller, Cruiser | Jethelm oder Retro-Integral | Jethelme für Motorrad und Roller |
| Reiseenduro, Schotter | Adventure-Helm | Adventure-Helme mit Schirm und Visier |
| Gelände, Motocross | Crosshelm mit Brille | Crosshelm auf der Straße |
Schritt 2: Größe richtig bestimmen
Messen Sie Ihren Kopfumfang mit einem flexiblen Maßband etwa einen Fingerbreit über den Augenbrauen und über die breiteste Stelle am Hinterkopf. Vergleichen Sie den Wert mit der Größentabelle des Herstellers. Die Größen fallen je nach Marke unterschiedlich aus. Eine Anleitung gibt Motorradhelm-Größe ermitteln, die Tabellen der großen Marken sammelt Größentabellen der Helmhersteller.
Bei der Anprobe sitzt ein neuer Helm fest an den Wangen und gleichmäßig an der Stirn. Er lässt sich bei geschlossenem Riemen nicht nach vorn vom Kopf rollen. Mehr dazu in Motorradhelm zu groß.
Schritt 3: Kopfform beachten
Köpfe unterscheiden sich nicht nur im Umfang, sondern auch in der Form. Manche sind eher rund, andere länglich oval. Helmhersteller bauen ihre Innenformen für bestimmte Kopfformen. Passt die Form nicht, drückt der Helm an Stirn oder Hinterkopf, obwohl die Größe stimmt.
Wenn Sie bei einer Marke regelmäßig Druckstellen bekommen, probieren Sie eine andere. Wie Sie Ihre Kopfform einschätzen, erklärt Kopfform und Helm. Druckstellen und ihre Ursachen beschreibt Motorradhelm drückt.
Schritt 4: Brille und Kommunikation
Passende Modelle stellen Motorradhelme für Brillenträger und Motorradhelme mit integriertem Bluetooth vor. Ob Mesh oder Bluetooth-Intercom für Sie sinnvoll ist, erklärt Mesh oder Bluetooth-Intercom.
- Brillenträger: Helme mit Brillenkanal im Futter oder Klapphelme
- Telefon und Navi: Helm mit Aussparungen für Lautsprecher
- Gruppenfahrten: Helm mit vorbereiteter Aufnahme für ein Mesh-System
- Wenig Bastelei: Helm mit fest integriertem Headset
Schritt 5: Ausstattung, die sich lohnt
| Merkmal | Nutzen | Für wen |
|---|---|---|
| Pinlock-Vorbereitung | Schutz vor beschlagenem Visier | alle, die bei Kälte und Regen fahren |
| Innenliegende Sonnenblende | kein Visierwechsel bei Sonne | Tourenfahrer |
| Mehrere Schalengrößen | kompakter Helm in kleinen Größen | kleine und große Köpfe |
| Herausnehmbares Futter | waschbar, hygienisch | alle |
| P/J-Zulassung | offen fahren erlaubt | Klapphelmfahrer |
| Notfallsystem für Polster | leichtere Abnahme durch Retter | alle |
Norm und Sicherheit
Jeder neue Helm, der in Europa für den Straßenverkehr verkauft wird, muss nach ECE 22.06 geprüft sein. Das erkennen Sie am Etikett am Kinnriemen. Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch besseren Schutz, wohl aber oft mehr Komfort, geringeres Gewicht und bessere Verarbeitung.
Was die Norm prüft, erklärt ECE 22.06 erklärt. Welche Rolle Bewertungsprogramme spielen, beschreibt Welche Motorradhelme sind die sichersten.
Hinweis:Kein Helm verhindert Verletzungen sicher. Wichtig sind eine geprüfte Kennzeichnung, die richtige Größe und ein korrekt geschlossener Verschluss bei jeder Fahrt.
Gewicht und Material
Leichtere Helme entlasten den Nacken auf langen Fahrten. Carbon- und Faserverbundschalen sind meist leichter als Thermoplast, aber auch aufwendiger in der Herstellung. Wer kurze Strecken fährt, merkt den Unterschied weniger als ein Tourenfahrer.
Hintergründe geben Wie schwer ist ein Motorradhelm und Helmschale aus Polycarbonat, Fiberglas oder Carbon. Leichte Modelle finden Sie unter Carbon-Motorradhelme.
Budget sinnvoll einsetzen
Wer ein begrenztes Budget hat, sollte zuerst in die richtige Größe und eine passende Bauform investieren. Ausstattung wie Carbonschale oder integriertes Headset ist angenehm, aber nachrangig. Ein gut sitzender Helm der Mittelklasse mit ECE 22.06 und Pinlock-Vorbereitung ist für viele Fahrer die vernünftigste Wahl.
Planen Sie Zubehör mit ein: Pinlock-Scheibe, getöntes Wechselvisier oder ein Kommunikationssystem kommen oft dazu. Bei Helmen mit vorbereiteter Aufnahme lohnt es, gleich auf das passende System zu achten. Einen Überblick gibt Motorrad-Kommunikationssysteme.
Häufige Fragen
Sollte ich den Helm online oder im Laden kaufen? Für die erste Anprobe ist der Fachhandel hilfreich. Kennen Sie Ihre Größe bei einer Marke, ist der Onlinekauf mit Rückgaberecht eine Option.
Brauche ich als Anfänger einen teuren Helm? Nein. Wichtig sind ECE 22.06, die richtige Größe und eine Bauform, die zu Ihrem Fahren passt.
Wie lange hält ein Helm? Viele Hersteller empfehlen einen Austausch nach einigen Jahren. Mehr in Wie lange hält ein Motorradhelm.
Welche Marke ist die beste? Es gibt keine beste Marke für alle Köpfe. Einen Überblick gibt Motorradhelm-Marken im Überblick.
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